Neuro-Atemtraining - Erfolgsfaktor Sauerstoff
(Patrick McKeown)

Das Absol­vie­ren eines Neuroatem­trai­nings bedeu­tet, neue Wege mit der Atmung zu beschrei­ten, denn bei dieser Thera­pie­form gilt es, die Neuro­lo­gie hinter der Atmung zu erkennen.

Das Problem der Überatmung

Überat­mung und dysfunk­tio­na­le Atemmus­ter gehören in der heuti­gen Gesell­schaft leider eher zur Norm als zur Ausnah­me mit nicht unerheb­li­chen Auswir­kun­gen auf unsere Gesund­heit. Gerade im Hinblick auf die Stress­me­di­zin soll hier eine ausge­spro­chen effezi­en­te Thera­pie­op­ti­on näher bespro­chen werden.

Überatmung und das Gleichgewicht zwischen Sauerstoff und Stickstoffmonoxid

Bei der sehr häufig verbrei­te­ten Überat­mung verliert der Körper zuviel Stick­stoff­mon­oxid (CO2), was zu einer allg. Gefäß­ver­en­gung führt. Dies wieder­um zieht einen Sauer­stoff­man­gel in den Gefäßen nach sich (sog. Hypoxie).

Im Bereich der Stress­me­di­zin spricht man bei solch einem entste­hen­den Ungleich­ge­wicht der Atemga­se von einem Gefah­ren­si­gnal. Dieses Signal kann der Körper als chroni­schen Stres­sor inter­pre­tie­ren und abhän­gig vom Faktor Zeit mit einer unphy­sio­lo­gi­schen Stress­re­ak­ti­on beant­wor­ten. Unser Gehirn bzw. bestimm­te Gehirn­area­le reagie­ren nämlich sehr empfind­lich auf ein Ungleich­ge­wicht der Blutga­se und können dies durch Sympto­me wie Schwin­del, Ängste, Migrä­ne, Epilep­sie oder sogar durch Panick­at­ta­cken zum Ausdruck bringen. Aber auch andere Organ­sys­tem reagie­ren empfind­lich, so kann z.B. durch einen CO2- Mangel auch der Muskel­to­nus stark anstei­gen. Betrof­fe­ne empfin­den eine deutlich Verspannt­heit die den ganzen Körper betrifft, sogar genera­li­sier­te Muskel­schmer­zen können auftreten.

Neuro-Atemtraining - Testung und gezielte Diagnostik

Beim Neuro- Atemtrai­ning ist es elemen­tar, dass durch Testun­gen und genaue Diagnos­tik die beschrie­be­nen dysfunk­tio­na­len Atemmus­ter erkannt werden. Aus den Testergeb­nis­sen wird dann ein indivi­dua­li­sie­tes Atemtrai­nings­pro­gramm zusam­men­ge­stellt. Dadurch werden spezi­fi­sche Gehirn­area­le gezielt angesteu­ert und so die Gefah­ren­si­gna­le und deren Auswir­kun­gen postiv beein­flußt. Eine fehlge­lei­te­te Stress­re­ak­ti­on kann so reduziert werden.

“Ohne Parasym­pa­thi­kus keine Heilung”

Der Selbstheilungsnerv - Der N. vagus nach Stanley Rosenberg

Das Proce­de­re der Diagnos­tik kann sehr anschau­lich am sog. Nervus Vagus beschrie­ben werden. In der Litera­tur wird der N. Vagus auch als umher­schwei­fen­der Nerv bezeich­net. Der vorde­re Ast versorgt Herz, Lunge, Atemwe­ge, die Musku­la­tur des Kehlkop­fes und den Rachen.
Der hinte­re Vagus Ast zieht nicht nur zur Lunge und zum Herzen, sondern auch zu den Verdau­ungs­or­ga­nen wie Magen, Leber, Bauch­spei­chel­drü­se, Milz, sowie den aufstei­gen­den und querver­lau­fen­den Dickdarm, Niere und Dünndarm.
Hier gilt es nun genau zu testen, welcher Teil des Vagus in einer dysfunk­tio­na­len Situa­ti­on verharrt, um im Anschluß ein indivi­du­ell angepass­tes Trainings­pro­gramm zu erstellen.
Im Rahmen der Stress­me­di­zin ist das Neuro- Atemtrai­ning eine optima­le Ergän­zung zu weite­ren Thera­pie­op­tio­nen wie z.B. der Infusi­ons­the­ra­pie.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit meiner Kolle­gin Frau Alexan­dra Raj (Health Coach) auf und verein­ba­ren einen Termin in der Praxis am Sachsen­ring. In Koope­ra­ti­on mit der Praxis am Sachsen­ring ist Frau Raj Montags vormit­tags und Samstags vormit­tags in der Praxis tätig.