Das Prinzip- Hormesis

Vielleicht fragen Sie sich nun, was sich hinter dem Prinzip – Hormesis verbirgt. Hormesis hat zuerst einmal nichts mit Hormonen zu tun wie man vielleicht vermuten könnte. Vielmehr steckt hinter dem Hormesis- Prinzip der Ansatz:  ,Was uns schaden könnte, ist gut für uns, wenn es nicht in zu hohen Dosen daherkommt, denn die Dosis macht das Gift’.

Eine Challenge für den Organismus setzen

Wir leben zunehmend in einer Zeit, wo unser Körper nicht mehr deutlichen Reizen ausgesetzt wird. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Kälte: im Winter sorgt die Fußbodenheizung für angenehme, konstante Wärme, im Auto ist es die Sitzheizung oder gar die Zeitschaltuhr, die High- Tec- Daunenjacke läßt uns nicht mehr frieren…in Ihrem Alltag fallen Ihnen bestimmt noch mehr Beispiele für einen sehr ausgewogenen „Lifestyle“ ein, die zur Folge haben, dass unserem Organismus zu wenig, deutliche Herausforderungen gestellt werden. Herausforderungen benötigt der Organismus aber, um die körpereigenen Reparatur-, Regenerations- und Abwehrmechanismen zu stimulieren. In der Ernährungtherapie macht man sich das hormetische Prinzip schon länger zu nutzen, durch das Setzen von hormetischen Reizen wie die  des intermittierenden Fastens, des Dinner Cancelling oder der 16:8- Regel. Wim Hof hingegen ist bezogen auf die Anwendung der Kältereize und bestimmter Atemtechniken der unbestrittene Vorreiter: https://www.wimhofmethod.com/.

Die Auswirkungen von Kälte auf Entzündungen und das Immunsystem

Früher haben sich die Wissenschafler mit Norepinephrin vor allem wegen seiner Rolle als Neurotransmitter beschäftigt. Norephidrine ist allerdings auch deutlich in Entzündungsgeschehen involviert, indem es einen Entzündungsbotenstoff (TNF-alpha) reduzieren kann. TNF-Alpha wiederum ist ein Signalstoff (Zytokin) des Immunsystems, welcher bei lokalen und systemischen Entzündungen beteiligt ist. Es ist ein sehr potentes Molekül, welches den Entzündungsprozess verstärken kann.

Zusätzlich zur Reduktion von TNF-Alpha konnte durch Studien ebenfalls gezeigt werden, dass  Norepinephrin andere Proteine wie zum Beispiel das Makrophagen-Entzündungsprotein-1-alpha (MIP-1α), das durch Immunzellen produziert wird, verringern sowie eine Rolle bei rheumatoider Arthritis spielen kann. Deutliche Kältereize bewirken nun, dass vermehrt Norepinephrine freigesetzt wird, was sich demnach sehr positiv auf Entzündungen und damit auch auf das Immunsystem auswirkt. Kältereize lindern aber auch sehr effektiv chronische Schmerzen z.B. bei rheumatoider Arthritis.

Kälte und Schmerzreduktion

In einer randomisierten und kontrollierten Studie wurden Patienten mit Arthritis dreimal innerhalb einer Woche für je 2-3 Minuten einer Ganzkörper-Kryotherapie bei -110° C (-166° F)  ausgesetzt. Die Patienten berichteten von einer signifikanten Reduktion ihrer Schmerzen. Interessanterweise wurde in einer anderen Studie eine lokale Kryotherapie angewendet – also nur das betroffene Gewebe gekühlt. Hier konnte die schädliche Kollagenase-Aktivität auf Kollagen unterbunden sowie die Produktion von entzündlichem Prostaglandin E2 reduziert werden.

Eine sichere Alternative

Sollten Sie nun neugierig geworden sein und ggf. weiter recherchieren wie effektiv und gewinnbringend hormetische Reize sein können, dann „stolpern“ Sie bestimmt auch über das Prinzip der Kältesauna (Cryocab). Die Cryocab vermag vergleichbare Effekte zu erzielen wie das Prinzip der Eistonne von Wim Hof, allerdings erfolgt die Anwendung unter therapeutischer Aufsicht und Kontrolle. Wenn Sie mehr hierzu erfahren wollen, vereinbaren Sie gerne einen Termin oder nehmen Kontakt mit mir auf, ob das Hormesis- Prinzip für Sie ein geeigneter Therapieansatz wäre.

Ihre Heilpraktiker- Praxis, „Praxis am Sachsenring“

Birgit Schroeder, Master in kPNI