Darmgesundheit- für Mutter und Kind

Wie Sie im 1. Teil des Blogbei­trags bereits erfah­ren haben, wird die Darmim­mu­ni­tät des Kindes entschei­dend geprägt durch den natür­li­chen Geburts­vor­gang und das Stillen. So lässt sich bei flaschen­milch­er­nähr­ten Kindern als auch und insbe­son­de­re bei Kaiser­schnitt­kin­dern eine Altera­ti­on inner­halb der Erstbe­sie­de­lung der Darmflo­ra erken­nen. Die Erstbe­sie­de­lung erfolgt hier zufäl­lig durch die direk­te Umwelt z.B. mit Erregern wie Strep­to­kok­ken oder Staphy­lo­kok­ken oder aber durch die kranken­haus­ei­ge­ne Flora, was eine Fehlbe­sie­de­lung des Darms zur Folge haben kann. Aus Sicht der klini­schen Micro­öko­lo­gie ist es zu befür­wor­ten, dass Säuglin­ge nach Kaiser­schnitt oder/ und Flaschen­kin­der quasi eine Schluck­imp­fung erhal­ten mit den wichtigs­ten, standar­di­sier­ten Micro­or­ga­nis­men (Beckmann und Rüffin, 2010).

Hierdurch können gute Erfol­ge erzielt werden hinsicht­lich der Koloni­sa­ti­on entschei­den­der Leitkul­tu­ren, was beson­ders auch bei Klein­kin­dern mit Hautauf­fäl­lig­kei­ten bis hin zu atopi­schen Ekzemen (Neuro­der­mi­tis) zu guten Heilerfol­gen führt.

Ballaststoffe für das Darmimmunsystems- aber welche?

Da die Prägung der Erstbe­sie­de­lung des darmas­so­zi­ier­ten Immun­sys­tems durch die Mutter erfolgt, sollte auch der Mutter entspre­chen­de Aufmerk­sam­keit zuteil werden und dies bereits während bzw. vor der Schwan­ger­schaft. ‚Ein gut funktio­nie­ren­des darmas­so­zi­ier­tes Immun­sys­tem ist vor allen Dingen auch abhän­gig von der Ernäh­rung. Unsere Mitbe­woh­ner im Darm sind Lebewe­sen, die entspre­chend ernährt werden wollen. Gesun­de Darmbak­te­ri­en (Lacto­bak­te­ri­en, Bifido­bak­te­ri­en) bevor­zu­gen ballast­stoff­rei­che Nahrungs­mit­tel.

Was genau sind Ballaststoffe und welche braucht der Körper?

Ballast­stof­fe sind unver­dau­li­che Nahrungs­be­stand­tei­le, die v.a Dingen aus Kohlen­hy­dra­ten bestehen. Hier unter­schei­det man stärke­hal­ti­ge Ballast­stof­fe wie sie z.B. in Getrei­de vorkom­men und cellu­lo­se­hal­ti­ge Ballast­stof­fe, wie sie v.a. in Gemüse zu finden sind (sog. Pflan­zen­fa­ser­stof­fe). Einen beson­ders hohen Cellu­lo­se­an­teil haben Gemüse­sor­ten die bei rohem Verzehr knacken, wenn Sie hinein­bei­ßen.

Stärke oder Cellulose? Was braucht ein gesunder Darm?

Die so geläu­fi­gen stärke­hal­ti­gen Lebens­mit­tel (Getrei­de) ernäh­ren beson­ders unsere sog.‚ Begleit­flo­ra’, die aus so erwäh­nens­wer­ten Bakte­ri­en besteht wie Strep­to­kok­ken und Staphy­lo­kok­ken. Werden diese durch eine zu stärke­hal­ti­ge Ernäh­rung vermehrt ernährt, führt dies zu Verdrän­gungs­pro­zes­sen inner­halb der Haupt­flo­ra und kann im Organis­mus entzünd­li­che Prozes­se u.a. Aller­gi­en, atopi­sche Ekzeme forcie­ren. Achten Sie also vor einer geplan­ten Schwan­ger­schaft und auch während auf eine gesun­de Ernäh­rung mit viel Gemüse, so dass Sie Ihrer Haupt­flo­ra mit den Leitkul­tu­ren der Bifido und Lacto­ba­zil­len immer genügend Nahrung zur Verfü­gung stellen.

Leisten Sie damit für sich und Ihr Kind einen entschei­den­den Beitrag für ein gesun­des Darmim­mun­sys­tem und für ein Leben in Gesund­heit. Gerne berate ich Sie hierzu ausführ­lich in meiner Praxis am Sachsen­ring in Köln.

Herzlichst, Ihre Birgit Schro­eder (Heilprak­ti­ke­rin und Master in kPNI)
Praxis für Ernäh­rungs­be­ra­tung, kPNI und Gesund­heits­coa­ching in Köln