Speisekarte für unser Gehirn

Wenn es um die Speise­kar­te für unser Gehirn geht, dann dürfen Omega- 3- Fettsäu­ren nicht fehlen. Bei einer Omega- 3- Fettsäu­re handelt es sich um eine mehrfach ungesät­tig­te Fettsäu­re, die reich­al­tig in fettem Fisch und Leinöl enthal­ten ist. Der Gegen­spie­ler ist die ebenfalls mehrfach ungesät­tig­te Omega- 6 Fettsäu­re, die vor allem in Getrei­de und Fleisch und vielen pflanz­li­chen Ölen wie Sonnen­blu­men­öl zu finden ist. Die Verwen­dung von pflanz­li­chen Ölen beim Kochen und die Fütte­rung von Tieren mit Getrei­de hat zu einem Rückgang der Omega-3-Fettsäu­ren zuguns­ten von Omega-6-Fettsäu­ren in der mensch­li­chen Nahrung geführt. Vor allem die langket­ti­gen Omega-3-Fettsäu­ren EPA und DHA, die in Fischen enthal­ten sind, werden nur noch in gerin­ger Menge mit der Nahrung aufge­nom­men. Nun sind es aber gerade diese beiden erwähn­ten Substan­zen und hier v.a. das DHA, welches für unser Gehirn eine entschei­den­de Bausub­stanz darstellt. Das bedeu­tet auch, dass gerade Schwan­ge­re und das sich in der Entwick­lung begrif­fe­ne kindli­che Gehirn auf eine ausrei­chen­de Zufuhr von Omega- 3 Fettsäu­ren angewie­sen sind.

Also: Omega-3 ja, aber richtig!

Die Empfeh­lun­gen von neueren Studi­en liegen hier bei ca. 2 gram pro Tag. Leider gibt es dafür keine objek­ti­ve Antwort, da die richti­ge indivi­du­el­le Dosie­rung von der indivi­du­el­len Diät, dem Körper­ge­wicht und dem Genotyp abhängt. Was ist nun die richti­ge Omega-3-Dosie­rung? Für die Festle­gung der indivi­du­el­len richti­gen Dosie­rung arbei­te ich seit vielen Jahren mit der Fettsäu­re-Analy­se, die folgen­de Fragen beant­wor­tet:

  • Wie hoch ist mein Omega-3 Spiegel (-Index)?
  • Wie ist mein Omega-6/3-Verhält­nis?

Diese Ergeb­nis­se zeigen, dass hohe Dosie­run­gen Omega-3 täglich notwen­dig sind, um diese Werte im gewünsch­ten Bereich zu verbes­sern bzw. in den gewünsch­ten Bereich zu gelan­gen. Nicht selten ist sogar eine höhere Dosie­rung in den ersten 2-3 Monaten notwen­dig (Regulie­rungs­pha­se). Aufgrund des Labor­er­geb­nis­ses kann eine indivi­du­el­le Dosie­rungs­an­lei­tung erstellt werden.

In den letzten Jahren haben weite­re Studi­en aufge­zeigt, dass eine Gabe von mindes­tens 2 Gramm Omega-3 (EPA/DHA) pro Tag für die Präven­ti­on sowie Thera­pie gängi­ger Krank­heits­bil­der erfor­der­lich ist:<

  • 2,2 g für eine gute Gedächt­nis­leis­tung und zur Vorbeu­gung von Alzhei­mer (Studie der Charité, Berlin - publi­ziert im Journal of Alzhei­mers Disea­se 02/2016)
  • 4 g, um eine hohe entzün­dungs­hem­men­de Wirkung zu erzie­len (Yates, Calder et. al. 2014)
  • 2,7 g gegen Rheuma und zur schritt­wei­sen Senkung der NSARs (Lee YH1, Bae SC, Song GG., 2012)
  • 3-4 g bei nicht­al­ko­ho­li­scher Fettle­ber (Byrne, et al. 2014 / Stephen, et al. 2015)

Sehen Sie sich hierzu gerne das Video von Dr.med. Sperlich für die Fa. San Omega an.

Gerne stehe ich Ihnen für Fragen in diesem Kontext in meiner Praxis am Sachsen­ring in Köln, der Praxis für Ernäh­rungs­be­ra­tung, klin. Psycho.Neuro- Immuno­lo­gie und Gesund­heits­coa­ching zur Verfü­gung.