Meine Ernährung und ich: Beitrag der Akademie für menschliche Medizin

Liebe Leser*innen,

in diesem “Meine Ernäh­rung und ich”- Blogbei­trag möchte ich mit Ihnen erneut einen wichti­gen Beitrag meines Netzwerk­part­ners - der Akade­mie für mensch­li­che Medizin- teilen. Lesen Sie hier nun den Beitrag der Akade­mie für mensch­li­che Medizin.

“Gerade in Bezug auf die millio­nen­fach verbrei­te­ten Zivili­sa­ti­ons­krank­hei­ten wie Krebs, Diabe­tes oder auch neuro­na­le Leiden wird immer wieder deutlich: Es ist vor allem unser moder­ner Lebens­stil, der diese Krank­hei­ten befeu­ert und für deren massen­haf­tes Ausbre­chen sorgt. Doch was bedeu­tet dies konkret und an welchen Stell­schrau­ben lässt sich drehen, um sich den krank­ma­chen­den Einflüs­sen unserer Lebens­um­welt zu entziehen?”

Gesunde Ernährung: Einer der Hauptfaktoren beim Schutz vor Zivilisationskrankheiten

“Neben ausrei­chen­der Bewegung und gesun­dem Schlaf spielen Fragen der Ernäh­rung sicher­lich eine heraus­ra­gen­de Rolle, bei der Verhin­de­rung von Zivili­sa­ti­ons­krank­hei­ten durch einen gesun­den Lebens­stil. An vielen anderen Stellen haben wir Ihnen als Akade­mie für mensch­li­che Medizin bereits empfoh­len, ein genau­es Lagebild über Ihre indivi­du­el­le Mikro­nähr­stoff­ver­sor­gung einzu­ho­len.                                                                                                                        Mittels entspre­chen­der Bluttests, die sowohl beim Hausarzt als auch bei spezia­li­sier­ten Laboren durch­ge­führt werden können, lässt sich heutzu­ta­ge leicht bestim­men, ob ein Vitamin-D-Mangel vorliegt oder mit Hilfe von Fisch- oder Algen­öl bei den langket­ti­gen Omega-3-Fettsäu­ren nachge­hol­fen werden sollte. Magne­si­um, Selen, Zink und B-Vitami­ne sind weite­re wichti­ge Mikro­nähr­stof­fe, die unser Organis­mus für seine Gesund­heit benötigt und über die wir, ohne entspre­chen­de Supple­men­tie­rung, oft nur mangel­haft verfügen.”

Wenden Sie sich diesbe­züg­lich auch gerne an die Praxis am Sachsen­ring, ich berate Sie gerne welche Labor­pa­ra­me­ter für Sie wichtig sind. Wenn Sie mehr zur Labor­dia­gnos­tik erfah­ren möchten, lesen Sie hier gerne mehr.

Energielieferanten für unseren Körper: Die Rolle der Makronährstoffe

“Doch neben diesen Mikro­nähr­stof­fen, Minera­li­en, Spuren­ele­men­ten und Vitami­nen gilt es, bei Fragen der Ernäh­rung einen weite­ren großen Themen­be­reich zu beach­ten: Jenen der Makro­nähr­stof­fe, also unserer direk­ten Energie­lie­fe­ran­ten in Form von Eiweiß, Kohlen­hy­dra­ten und Fetten.
Die Deutsche Gesell­schaft für Ernäh­rung (DGE) empfiehlt hier eine Zusam­men­set­zung der Nährstoff­ver­tei­lung nach folgen­dem Muster: 55 % Kohlen­hy­dra­te, 30 % Fett, 15 % Eiweiß. Eine Empfeh­lung, die durch­aus mit einem Übermaß an „Fast Food“ und Fertig­pro­duk­ten kompa­ti­bel ist. Doch wie gesund­heits­för­der­lich ist diese Empfeh­lung tatsäch­lich? Hier lautet die Antwort: Es kommt drauf an. Zwar begrün­det die DGE die Empfeh­lung eines hohen Kohle­hy­drat-Anteils in der tägli­chen Energie­auf­nah­me mit der Tatsa­che, dass ein Mangel an diesen zum Ausblei­ben des Sätti­gungs­ge­fühls und zu Verdau­ungs­pro­ble­men – und damit schließ­lich zu Überge­wicht – führen kann, jedoch ist auch eine hohe Kohlen­hy­drat­zu­fuhr alles andere als unumstritten.”

Auch Kohlenhydrate können krank machen: Das Problem mit Pizza, Pasta und Co.

“Weißbrot, Pommes, Pasta, Pizza und Co. liefern in der Regel eben eher leere Kohlen­hy­dra­te ohne großen Nährwert und dazu häufig auch hohe Antei­le an Gluten. Dieses Prote­in soll Pflan­zen eigent­lich vor Fress­fein­den schüt­zen und kann bei übermä­ßi­gem Konsum zum weit verbrei­te­ten „Leaky Gut-Syndrom“ (durch­läs­si­ge Darmschleim­haut) führen, welches wieder­um Aller­gien, Fatigue (chroni­sche Ermüdung) oder auch psychi­sche Erkran­kun­gen zur Folge haben kann. Zudem steht neues­ten Forschungs­er­kennt­nis­sen zufol­ge eine angeschla­ge­ne Darmge­sund­heit in Zusam­men­hang mit Demenz.
Es macht also Sinn, eine allzu sehr auf Kohlen­hy­dra­te ausge­rich­te­te Ernäh­rung zu hinter­fra­gen. Doch natür­lich gibt es auch hier einiges zu beach­ten und die richti­ge Ernäh­rungs­wei­se ist immer auch eine indivi­du­el­le Frage.”

Die Ketogene Ernährung – Auf Kohlenhydrate wird weitestgehend verzichtet

“Bei der ketoge­nen Ernäh­rung, die bereits seit den 1920er Jahren bekannt ist, wird unsere Energie­zu­fuhr praktisch auf den Kopf gestellt. Bei dieser Ernäh­rungs­form werden Makro­nähr­stof­fe nach folgen­dem Muster aufge­nom­men: 10 % Kohlen­hy­dra­te, 15 % Eiweiß und 75 % Fett. Das Ziel: Die sogenann­te Ketose, also die Umstel­lung des körper­ei­ge­nen Energiestoffwechsels.
Statt die Energie nun weiter­hin aus Zucker zu gewin­nen, der durch die Umwand­lung der Kohlen­hy­dra­te entsteht, „lernt“ der Organis­mus mit Hilfe hochwer­ti­ger Fette sogenann­te Keton­kör­per in der Leber zu bilden, welche wieder­um zur physio­lo­gi­schen Ketose führen. Das gemein­nüt­zi­ge DSGiP-Projekt „Die Nährstoff­Al­li­anz“ hat sich ausführ­lich mit dieser Thema­tik beschäf­tigt und hält eine ausführ­li­che Ratge­ber-Seite bereit, welche die Vortei­le aber auch Schwie­rig­kei­ten dieser Ernäh­rungs­form gegen­ein­an­der abwägt.”

Paleo, Low Carb, Flexi Carb, mediterrane Ernährung – Zahlreiche Variationen vereinfachen die Ernährungsumstellung

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“Wie so häufig, sind es vor allem unsere Gewohn­hei­ten, die das größte Hinder­nis für Verän­de­rung darstel­len. Und klar ist auch: Wer eine Ernäh­rungs­um­stel­lung auf eine Ketoge­ne Ernäh­rung anstrebt und auf Kohlen­hy­dra­te weitest­ge­hend verzich­ten will, benötigt vor allem Durch­hal­te­ver­mö­gen. Dies ist nicht unbedingt einfach, in einer Welt, die an jeder Ecke mit lecke­ren Verlo­ckun­gen aufwar­tet. Hinzu kommt, dass jede radika­le Ernäh­rungs­um­stel­lung durch einen kompe­ten­ten Arzt oder einen Ernäh­rungs­be­ra­ter beglei­tet werden sollte.”

“Beson­ders tückisch: Schon kleine Fehltrit­te bei der Ketoge­nen Ernäh­rung unter­bre­chen die Ketose und der Körper verlangt wieder nach einer Energie­zu­fuhr in Form von Kohlen­hy­dra­ten. Als milde­re Formen der kohlen­hy­drat­ar­men Ernäh­rung können daher die Paleo Ernäh­rung, Low Carb, Flexi Carb und auch die Aktins Diät/ Ernäh­rung angese­hen werden. Auch hier besteht das Ziel in der Reduk­ti­on der Kohlen­hy­dra­te, jedoch in abgestuf­ter Form und in nicht ganz so hohem Maße.
Als Akade­mie für mensch­li­che Medizin empfeh­len wir häufig die mediter­ra­ne Ernäh­rung, geprägt von viel frischem Gemüse, Fisch und magerem Fleisch sowie hochwer­ti­gen Pflan­zen­ölen (vor allem Oliven­öl) ergänzt mit max. 100 g komple­xen ballast­stoff­rei­chen Kohlen­hy­dra­ten aus z.B. Vollkorn­pro­duk­ten, Hafer und Pseudo­ge­trei­den wie Quinoa.
Diese “Low Carb light”-Version der kohlen­hy­dratre­du­zier­ten Ernäh­rungs­for­men eignet sich als Einstieg in die weite­re Low Carb-Ernäh­rung oder auch bei sehr gutem Gesund­heits­zu­stand als präven­ti­ve Dauer­ernäh­rung. Sie ist ein guter Kompro­miss zwischen “No Carb” und zu vielen Kohlenhydraten.”

“Fazit: Beson­ders Menschen, die an einer chroni­schen Erkran­kung oder an Gewichts­pro­ble­men leiden, sollten prüfen, ob eine Ernäh­rungs­um­stel­lung mit dem Ziel die Kohlen­hy­drat­zu­fuhr zu reduzie­ren, das Mittel der Wahl sein kann. Für die prakti­sche Umset­zung stehen verschie­de­ne Konzep­te bereit, die von recht einfach anwend­bar bis heraus­for­dernd reichen. In jedem Falle sollten Sie Ihren Ernäh­rungs­plan mit einem kompe­ten­ten Berater bespre­chen und die oben verlink­ten Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te nutzen.”

Die Praxis für Ernäh­rungs­be­ra­tung, kPNI und Gesund­heits­coa­ching in Köln steht Ihnen gerne beratend zur Seite. Lesen Sie gerne auch mehr zur Ernäh­rungs­be­ra­tung bzw. zur Labor­dia­gnos­tik oder verein­ba­ren direkt einen Termin.

Am Ende möchte ich Sie noch auf den Online Spitzen- Kongress der AMM hinwei­sen mit dem Thema Micro­nähr­stoff­me­di­zin & Ortho­ku­lar­me­di­zin mit 17 hochka­rä­ti­gen Exper­ten­in­ter­views.  Hier erfah­ren Sie mehr.

Ihre Heilprak­ti­ker-Praxis

Birgit Schroe­der